Über Wege und Umwege

Wo wir herkommen

Die Bedeutung von 'Amares'

„amares“ ein spanisches Wort welches in sich ein wunderbares Wortspiel birgt:

mar…  das ist das Meer

mares…das sind die Meere, die Mehrzahl von Meer

amar ...ist auch ein Verb und bedeutet „lieben“

amares… die Mehrzahl davon d.h. so etwas wie die Vielfältigkeit des Liebens

amar a mares… d.h.  „in Strömen Lieben“ …so viel, so tief, so weit wie ein Meer 

Das Männlein

2006 war in Deutschland die Fußball WM. Judith (4J) zeichnete ein großes Fußballfeld, einen dreieckigen Ball und viele Spieler. Darunter einen, der seine Arme breit ausgestreckt hat: „Und das ist der Torwart“, sagte sie stolz,  „und der…mhhh…der fängt alle Bälle auf!“ Etwas im Ausdruck dieser Zeichnung berührte uns. Weil es für uns den Eindruck machte, als würde der nicht nur die Bälle fangen, sondern die ganze Welt umarmen.Wahrscheinlich hatten wir diesen Eindruck, weil wir damals von einem Ort träumten, wo Kinder und Erwachsene miteinander das Leben gestalten, jenseits von einfachem „entweder – oder‘“…jung und alt…Natur  und Kultur…dick und dünn…gut und schlecht… einem Ort, der nicht nur ein Kindergarten ist, sondern ein Ort der Kindheit ist.

Die Entstehungsgeschichte von Amares

Eine Auswahl an Meilensteinen

2007

Am Anfang war die Sehnsucht...dann kam der Ort – im Wald

Im Januar wird bei einer Ämterbesprechung zugestimmt, dass der verlassene Betriebshof als Notunterkunft für einen Kindergarten dienen kann. Im Sommer dann: 12 Jugendliche aus drei Kontinenten. Bei einem Workcamp wird Müll weggebracht und das Gelände aufgeräumt.

2008

Und dann das Geld

Spenden von den Gründerinnen selbst, Freunden und Familien ermöglichen die notwendigsten Umbaumaßnahmen. Die ersten Kinder beleben den Hof.

2009

Mit den Kindern wachsen

Die Genehmigung für die zweite Gruppe kommt rechtzeitig. Die Kinder über 3 Jahre können rüberwachsen und müssen nicht in eine andere Kita wechseln. Aber die Baustelle ist nicht rechtzeitig fertig. Dixi Klo. Schlafen im Container. Garderobe in einer Garage. Noch ein Übergang. Abenteuer!

2012

Ein weiterer Ort – diesmal am See

Ein zweiter Traumort. Umgeben von Pferden. Am Waldrand. Unmittelbar am Fühlinger See. Zwei Gebäude stehen sich gegenüber und bilden eine kleine Piazza. Ein Patio. Einen Begegnungsort. Anfrage an die Stadt: Darf hier eine Kita entstehen?

2014

Der Anfang in Fühlingen

Ein Atelier, eine Werkstatt, ein Bewegungsraum, ein Bauraum, eine Wasserwerkstatt, die Natur. Mehr Menschen lassen sich von Ort und Idee inspirieren und begleiten die ersten Kinder.

2017

Die Entsiegelung im Stadtwald

Erst gemeinsam in Handarbeit und dann mit schwerem Gerät haben wir die Mitte unseres Hofs entsiegelt.

2020

Und dann kam Corona und das Draußen-Leben

Mit Corona entdecken wir, dass wir auch den ganzen Tag draußen verbringen können. Eine Überdachung wird im Stadtwald errichtet und Bettchen gebaut, um draußen schlafen zu können, wie es in Dänemark Traditon ist.

2023

Vom freien Träger zu einer Elterninitiative

In einem gemeinsamen Prozess wird die Entscheidung getroffen, amares in die Rechtsform einer Elterninitiative umzuwandeln. Eine „Initiativgemeinschaft“ entsteht, Elterninitiative a la amares.